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| Der Grazer | |
| Das ist er also: Unser zweiter Bus. Dabei ist er ein alter Bekannter. Als wir unseren "Packerlbus" gekauft haben, stand dieser Gräf & Stift nicht weit weg ebenfalls zum Verkauf. Nachdem unser Hauptaugenmerk aber dem OSU gegolten hat, haben wir uns für den KOM 50 nicht weiter interessiert. Er erlitt dann leider dasselbe Schicksal wie viele andere interessante Busse dort, er wurde verkauft. Zum Glück nicht als zukünftige Würstlbude oder mobiler Frisiersalon, sondern gedacht als Bauhütte... Danach hat sich die Spur verloren, wir haben den Bus ehrlichgesagt auch schon abgeschrieben, bis im Sommer 2011 in einem Steirischen Bus/Bahn-Forum Fotos aufgetaucht sind. Das hat uns neugierig gemacht, und wir haben uns auf die Suche gemacht. Und siehe da, der Bus stand genauso da, wie auf dem Foto. Und was noch besser war, der Besitzer war auch anwesend, und hat uns gesagt, dass der Bus zu haben wäre.... Gesagt, getan: Hier ist er. | |
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| Dabei handelt es sich um ein echtes Einzelstück: 1985 von Gräf & Stift gebaut diente er einige Zeit als Vorführwagen, bevor die Grazer Verkehrsbetriebe ihn in ihren Fuhrpark aufgenommen haben. Angemeldet war der Bus zuerst auf W-770.682, dann bis zum Ende auf G-16.918. Ähnliche Fahrzeuge gab es in geringer Stückzahl dann in Linz, und auch die rollenden Postämter sind durchaus verwandt mit ihm. Im Gegensatz zu den Linzer Bussen hat der GS LH 200 M 11 einen Heckmotor, bei allen anderen wurde der Motor in Unterflurbauweise zwischen den Achsen eingebaut. Im Laufe seines Lebens erhielt der Bus verschiedene Betriebsnummern: Zuerst als KOM 9, dann als KOM 32, und letztlich als KOM 50. Mit der Nummer 50 sollte er nummernmäßig zu den gebraucht aus Salzburg gekauften Fahrzeugen passen. | |
| Technische Daten laut Einzelgenehmigungsbescheid: KOM 50 / GSLH 200 M 12 Länge: 11600 mm Breite: 2500 mm Höhe: 3100 mm Leistung: 190 kw / 258 PS * erstm. Zulassung: 20.08.1985 -> W 770.682 (Österreichische Automobilfabrik Wien) Zulassungsdatum: 24.10.1986 -> G 16.918 (Grazer Stadtwerke AG) abgemeldet am 15.04.2004 Sitzplätze: 32 Stehplätze: 58 Eigengewicht: 9530 kg Gesamtgewicht: 16 000 kg * Interessanterweise lässt die Typenbezeichnung aber eher auf einen 200 PS Motor schliessen. | |
![]() | Nach der langen Abstellzeit im Freien präsentiert sich der Bus naturgemäß in einem pflegebedürftigen Zustand. Der Lack ist matt, der Aufbau zeigt de eine oder andere Rostspur, aber sonst ist das Fahrzeug komplett. Probleme gab es bei der Probefahrt mit dem Getriebe, möglicherweise ein Kontaktproblem nach der langen Standzeit. Der Bus wurde vor einem Jahr an einen Betrieb im Murtal verkauft, wo der Einsatz als mobile Bauhütte geplant war. Glücklicherweise kam es nie dazu, und der Besitzer wusste nicht so recht etwas mit dem Bus anzufangen. |
![]() | Der Innenraum ist komplett,ein wenig angestaubt, aber trotzdem funktioniert alles noch soweit. Natürlich wird der Bus viel Zuwendung brauchen. Wert ist er es allemal, stellt er doch einen wichtigen Entwicklungsschritt im österreichischen Busbau dar. Obendrein handelt es sich um ein Einzelstück, und soweit bekannt, existiert von den Linzer Fahrzeugen auch keines mehr. |
![]() | Auch in Inneren ist der Bus komplett. Meist werden nach dem Kauf die Sitze und die Inneneinrichtung als erstes herausgerissen und entsorgt. Bis auf die Entwerter ist aber alles vorhanden. |
![]() | Zugegeben, ein wenig staubig ist die Sache schon, und die Sitzbezüge sind auch nicht mehr die schönsten. Aber darüber kann man hinwegsehen. Dafür gibts noch Details wie zeitgenössische Werbung und die gesamte Zielschildanlage! |
![]() | Anfang Juni 2012 wurde der Bus nach Salzburg überstellt. Die Fahrt über Obertauern verlief (bis auf eine provisorische Reparatur der Auspuffaufhängung) problemlos. Und das nach vielen Jahren Standzeit! Aufgenommen wurde das Bild am Bahnübergang bei Bad Vigaun, kurz vor Salzburg. |
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(Foto: H. Werner) | |
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